Webseiten im Wandel der Zeit - Design Vergleich zwischen damals und heute

Webseiten im Wandel der Zeit - Design Vergleich zwischen damals und heute

Wir schreiben das Jahr 1984. Seit über 10 Jahren gibt es das "ARPAnet", Telnet sowie FTP und obwohl die Protokolle bereits für die Allgemeinheit zur Verfügung standen, konnte man Webseiten nur umständlich über IPs aufrufen. Erst mit dem in diesem Jahr eingeführten DNS-Server sowie der Umstellung auf die "Internet-Protokolle" wurde Webdesign überhaupt zu einem Begriff, denn vorher ging es vor allem um die Verteilung von Informationen. Anfangs noch als unwichtig erachtet, ist die Ästhetik von Webseiten heute ein elementarer Aspekt, der auch für den Erfolg ausschlaggebend ist.

Die Technik des Webdesigns

Schaut man sich die Anfänge des Internets an, scheint sich das Webdesign hier nur dadurch zu unterscheiden, wie einzelne Textblöcke angeordnet werden, was daran liegt, das anfänglich nur sogenannte "Line-Browser" verfügbar waren, die lediglich in der Lage waren, simple Textblöcke und Formatierungen zu verarbeiten. Erst mit der Entwicklung späterer Unix-Browser und dem von Netscape entwickelten "Mosaic" war es möglich erstmals auch Bilder in Webseiten einzufügen, deren Position aufgrund der Interpretation jedoch von Browser zu Browser unterschiedlich sein konnte. Um dies zu verhindern und einen allgemein gültigen Standard zu finden, wurde im Jahre 1994 das W3C (World Wide Web Consortium) ins Leben gerufen, das bereits ein Jahr später den HTML-Standard veröffentlichte.

Die "Hyper Text Markup Language" legte den Grundstein für das moderne Webdesign, denn sie erlaubte nicht nur die Einbindung von Grafiken, Bildern und Animationen, sondern ermöglichte durch Mouse-Over-Effekte, veränderbare und animierbare Hintergründe oder animierte Schriftfonts eine gänzlich neue Gestaltung. Zwar war das Problem der unterschiedlichen Interpretation von Browsern noch nicht ganz behoben, durch die zwei Jahre später erfolgte Einführung von CSS (Cascading Style Sheet) und damit der weiteren Standardisierung der Befehle wurde dieses Problem jedoch schließlich ausgemerzt. Abgesehen von skalierenden Versionen für verschiedene Auflösungen sahen Webseiten ab diesem Zeitpunkt auf allen Systemen mehr oder weniger gleich aus.

Im 21. Jahrhundert ist die Ästhetik und die Bedienbarkeit von Webseiten ein elementarer Aspekt und es entwickelte sich eine ganz neue Branche. Webseiten gehören jetzt zur "Corporate Identity" und Unternehmen werden "gegoogelt", bevor man sich mit ihnen in Verbindung setzt. Immer öfter nutzen Unternehmen eine Internetagentur, die das Webdesign und mitunter sogar die Suchmaschinenoptimierung übernimmt, die ebenfalls ein Verwandter der Branche wurde.

Mittlerweile existiert HTML bereits in der Version 5 und wird durch CSS 3 sowie eine gänzlich neue Javascript API ergänzt. HTML 5 wurde im Vorfeld als "revolutionär" beschrieben, weil es die Implementierung hardwarebeschleunigter grafischer Elemente und das direkte Abspielen von Videos ohne Plug-Ins ermöglicht. Momentan ist der Standard im Webdesign zwar noch nicht gänzlich verbreitet, wird aber insgesamt gut angneommen.


Webdesign-Trends - Von Flash-Animationen bis zum Parallax-Scrolling

Einer der Webdesign-Trends, der wohl den meisten Nutzern im Hinterkopf geblieben ist, ist die Nutzung von Flash-Animationen. Vor allem rund um den Jahrtausendwechsel gab es kaum Webseiten, die ohne animierte Buttons, Menüs oder Hintergrundbilder auskamen. Es gab sogar ganze Webseiten, die ausschließlich in Flash programmiert wurden. Erst mit der Verbreitung der Smartphones und Tablets, die nur selten Flash-Animationen unterstützten, wurde diesem Trend ein Strich durch die Rechnung gemacht, während sich gleichzeitig ein neuer entwickelte: nämlich die "mobile Site". Eigentlich eine ganz gute Idee, für Smartphones und Tablets eine gänzlich eigene Seite zu designen, auf die man dank des User-Agents (Eine Art Browser-Identifikation) direkt weitergeleitet wird. Schade nur, dass die Optimierung vieler mobiler Seiten auf der Strecke blieb, Content gekürzt oder ganz gestrichen wurde und häufig auf verschachtelte Menüs gesetzt wurde, die kaum einer verstand. Ein anderer Trend der Smartphonegeneration, der auch heute noch sinvoll erscheint, ist das sogenannte "One-Page-Design". Dabei handelt es sich um Webseiten, die nur aus einer einzigen Seite bestehen. Die Kunst ist es hier, Informationen so auf den Punkt zu bringen, das keine Unterpunkte und Menüs notwendig sind und der Content dabei trotzdem nicht zu kurz kommt. Gepaart mit dem vor allem durch CSS3 verbreiteten "Parallax-Scrolling" (Verschiedene Ebenen der Seiten scrollen unterschiedlich schnell) lässt sich so eine moderne Webseite herstellen, bei der sowohl Content als auch Webdesign miteinander harmonieren.

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